Thirty Seconds to Mars

Zugebenermaßen stehen wir eher auf kleine Shows, sagen wir bis zu 5000 Menschen. Alles was darüber hinaus geht meiden wir meist weil die Stimmung meistens nicht dieselbe ist und man oft einem unglaublichen Gedränge ausgesetzt fühlt. Denn seit Beginn unserer “Konzertkarriere“ gibt es eine Regel für uns – um voll auf seine Kosten zu kommen wollen im vorderen Drittel stehen. Und in so großen Hallen wie dem Olympiastadion ist das meist gar nicht mehr möglich. Es gibt aber tatsächlich Ausnahmen dieser Regel und eine davon war Thirty Seconds to Mars. Als Anna und ich im Herbst 2017 gelesen haben das die Band auf Welttournee geht gab es gar keine Überlegung mehr und es wurden sofort Karten geordert. Aber weil wir uns in etwa vorstellen konnten wie groß die Menschenmengen sein werden, haben wir uns gleich ganz bewusst für Sitzplätze entschieden. Die Zeit verstrich und plötzlich war der 18.03.2018 gekommen und damit der große Tag. Thirty Seconds to Mars ist eine Band die mich sicherlich schon seit 12 Jahren begleitet und Jared Leto einmal Live zu sehen stand ganz ganz oben auf meiner Wunschliste. Obwohl sich mit der Zeit schon eine kleine Konzert-Routine bei uns eingestellt hat, war ich diesmal aufgeregt wie ein kleines Kind kurz bevor es seine Weihnachtsgeschenke auspacken darf. Als wir im Olympiastadion ankamen waren wir erstmal von der unglaublichen Größe der Halle erschlagen. Ich denke die größte geschlossene Halle die wir bisher  bei einem Konzert hatten war die Arena in Nürnberg, aber das Olympiastadion setzt nochmal ordentlich eins drauf. Schnell hatten wir aber unsere Plätze gefunden und waren überrascht das die Sicht doch so gut war. Zu Beginn waren wir etwas verwundert das die Bühne als solches gar nicht zu erkennen war, man konnte zwar einen schwarzen Kasten ausmachen aber eigentlich konnte man sich nicht so richtig vorstellen das Jared Leto da gleich stehen soll. Das Konzert selbst begann dann allerdings mit einer ordentlichen Verspätung von einer Stunde. Es gab keine Vorband und so saß das Publikum quasi da wie bestellt und nicht abgeholt. Plötzlich wurde es in der Halle aber dunkel und der schwarze Würfel, von dem man nur vermuten konnte das es die Bühne war, begann plötzlich wild und durcheinander zu leuchten. Das Intro von Thirty Seconds to Mars begann und das Publikum war schon zu diesem Zeitpunkt vollkommen aus dem Häuschen. Der schwarze Würfel fiel auseinander und plötzlich hatte man freien Blick auf Jared Leto und seinem Drummer. Jared selbst war verrückt gekleidet wie man es von ihm gewohnt ist und legte sofort los. Das Publikum war begeistert! Leto verstand es definitiv die Menge zum Kochen zu bringen und man hat überhaupt nicht gemerkt das sich die Band a) verspätet hat und es b) gar keine Vorband gab. Alle waren von 0 auf 100 bereit ihrer Lieblingsband zu folgen. Die Band präsentierte neue und auch alte Songs. Jared Leto hatte insgesamt 3 verschieden Outfits an. Die Bühne selbst hatte verschiedene Wände die verschieden beleuchtet  werden konnte und die sicherlich eines der absoluten Highlights auf dem Konzert waren. Was man abschließend sagen muss ist, das sich so große Konzerte grundsätzlich von kleinen bis mittleren Shows unterscheiden. Leto hat einen fabelhaften Job abgeliefert aber er hat kaum mit dem Publikum gesprochen (außer bei der Liveschaltung über Instagram), hat seine Show durchgezogen und war nach 1,5 Stunden fertig. Ohne Zugabe. Bei kleineren Shows wird eher mit dem Publikum gearbeitet, man singt gemeinsam, man lacht gemeinsam und manchmal weint man auch gemeinsam. Das macht diesen Zauber aus wieso wir uns manchmal 5 Stunden die Beine in den Bauch stehen und so viele Bands und Künstler schon mehr als einmal gesehen haben. Das Gefühl ein Teil von etwas größerem zu sein. Deswegen wird es hier auch hauptsächlich um kleinere Shows gehen, denn das ist es was den Konzertzauber ausmacht der uns dazu bewegt hat Konzertgeschreibe.com zu gründen. 🙂

 

 

 

 

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